Jakobsweg von Kerpen nach Düren

Düren

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Der Pilgerweg mit der Etappe 5 führt Sie in 20 Kilometern von Kerpen bis nach Düren.

Der Ausgangspunkt ist in Kerpen der Stiftsplatz. Das erste Highlight an der Wegstrecke ist das Geburtshaus von Adolf Kolping. In der Obermühle kam er am 8. Dezember 1813 zur Welt. In dem Anbau des Fachwerkhauses befindet sich eine Gedenkstätte in Form eines kleinen Museums. Hier erhalten Sie einen Eindruck in das Leben und Wirken des katholischen Sozialreformers. Adolf Kolping studierte nach dem Abitur Theologie und wurde 1845 zum Priester geweiht. Die Priesterweihe fand in der Kölner Minoritenkirche statt. Mit dem Beginn der Industrialisierung standen die Gesellen mittellos auf der Straße. Adolf Kolping wird zu dieser Zeit der Vorsitzende des örtlichen Gesellenvereins und als er 1849 als Domvikar nach Köln geht, bietet er den heimatlosen Gesellen ein zu Hause an. Neben der Errichtung von Kranken- und Sparkassen kümmert er sich auch um entsprechende Bildungsangebote und stellt den Gesellen das nachahmenswerte Menschenbild eines in Beruf, Familie und Staat verantwortungsvollen Christen dar. Bereits zu Lebzeiten Adolph Kolpings breitet sich sein Werk weit über die Grenzen Deutschlands aus. Heutzutage bleibt als sein Erbe das internationale Kolpingswerk, das in 50 Ländern vertreten ist und allein in Deutschland 275.000 Mitglieder zählt.

In Bergerhausen, gehört zu Blatzheim, können Sie die Burg Bergerhausen erkunden. An der Burganlage befindet sich ein öffentlicher Park, der aufgrund seines alten Baumbestands und dem Blick auf die Burg viele Besucher anlockt. Als Vorposten aus westlicher Sicht Kölns sicherte sich Blatzheim durch drei Wasserburgen gegen das Herzogtum Jülich ab. Von den drei Wasserburgen sind heute noch zwei erhalten, neben dem Schloss Bergerhausen ist das die Deutschordensburg.

Am Ortsrand von Golzheim führt der Weg an der Ahrburg, einer ehemaligen Wasserburg, und an einem Florian-Bildstock vorbei und führt Sie zu einer modernen Kapelle, die eine Fatima-Muttergottes enthält. Die Grünanlage liegt am Ende der Johann-Kaspar-Kratz-Straße. Die Straße wurde nach einem 1698 in Golzheim geborenen Jesuitenmissionar benannt. Der Missionar wurde im Jahr 1737 mit drei Gefährten in der Provinz Tonking (Vietnam) enthauptet. In der Gregorius-Kirche, die aus dem 19. Jh. Stammt, wird ebenfalls an ihn erinnert.

Der Turm, der 1608 erbauten Mühle, die 1912 zu einem Wasserturm umgebaut wurde, ist heute das Wahrzeichen von Merzenich. Der Verein „Kultur und Denkmal“ veranstaltet hier des Öfteren Ausstellungen und vom Dachgeschoss können Sie den schönen Panoramablick genießen. Rechts neben der neugotischen Pfarrkirche St. Laurentius schließt sich ein Fachwerkgehöft an. Dieses wurde vom Heimat- und Geschichtsverein Merzenichs zwischen den Jahren 1986 und 1988 restauriert und ein Heimatmuseum eröffnet.

Der verheerende Bombenangriff der britischen Luftwaffe zerstörte die gotische Annakirche in Düren am 16. November 1944 mit ihrem fast einhundert Meter hohen Kirchturm fast vollständig. Der Architekt Rudolf Schwarz fertigte zwischen 1954 und 1956 auf den Überresten das inzwischen siebte Kirchengebäude an. Hierbei wurden alte Trümmerteile in das neue Kirchengebäude integriert. Heute gehört das Gebäude der Annakirche zu einem der bedeutendsten Werke der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Die Dürener Annakirche war am Anfang dem heiligen Martin geweiht und erst später der heiligen Anna. Eine Kapelle wurde in Düren bereits im Jahr 748 von Gelehrten erwähnt. Aus dieser Kapelle entwickelte sich anschließend die Martinskirche. Der Steinmetz Leonard aus Kornelimünster bei Aachen bescherte der Stadt Düren mit der Entführung der Anna-Reliquie eine ganz besondere Geschichte: Leonard brachte im Jahr 1501 die Überreste aus der Stiftskirche St. Stephan in Mainz über Umwege in unsere Stadt. Die vier Bronze-Glocken im Turm sind auf die Heiligennamen Maria, Joseph, Anna und Martin geweiht.

Rund um die Annakirche finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren, die wir im Menüpunkt Gastronomiebetriebe zusammengestellt haben. 

Erholen können Sie sich in unseren Unterkunftsbetrieben, um am nächsten Tag zur 6. Etappe aufzubrechen.

 

 

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Infos zu dieser Route

Start: Stiftsplatz, Kerpen

Ziel: Aachen

Streckenlänge: 20 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Tourenart: Wandern

iPUNKT

Markt 6
52349 Düren
Telefon: 02421/252525

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