Stadtmuseum Düren

Düren

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Im Stadtmuseum Düren wird Vergangenes wieder lebendig. In wechselnden Ausstellungen zeichnet das Museum die bewegte Geschichte der Industriestadt Düren nach. Immer sonntags können die Besucher in die aktuellen Ausstellungen eintauchen. Audioguides und Tablet PCs stehen dabei zur kostenlosen Verfügung. Immer am letzten Sonntag im Monat lädt das Museum zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Ausstellung ein. Der Eintritt ins Stadtmuseum ist frei.

Im dauerhaft installierten Gedenkraum wird die Zerstörung Dürens am 16. November 1944 gezeigt. Am Nachmittag dieses Tages zerstörte die Royal Airforce im Zuge der Operation Queen die Stadt Düren. In weniger als einer halben Stunde legten Bomben Düren in Schutt und Asche. 3126 Menschen kostete der Luftangriff offiziell das Leben, mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört. Der 16. November 1944 markiert vorerst das traurige Ende einer einst stolzen Stadt.

Das Stadtmuseum Düren stellt die Geschichte der Stadt in mehreren Abschnitten dar. Im folgenden finden Sie Beschreibungen zu den aktuellen Ausstellungen.

In Düren zu Hause - Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt

In der Ausstellung „In Düren zu Hause – Migrationsgeschichte(n) und kulturelle Vielfalt“ werden die umfangreichen und verblüffenden Ergebnisse des gleichnamigen zweijährigen Forschungsprojektes präsentiert. Ermöglicht wurde dies durch die finanzielle Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen. In Düren leben heute mehr als 140 verschiedene Nationen zusammen. Schon immer hat die Stadt an der Rur vom Zuzug neuer Bürgerinnen und Bürger aus dem In- und Ausland profitiert. Durch die Jahrhunderte bis heute haben diese Menschen, für die Düren ein neues Zuhause wurde, ihre Spuren hinterlassen und tun es noch. Düren wäre nicht Düren ohne sie. Dennoch sind die lokalen Themenfelder von historischer und aktueller Migration sowie kultureller Vielfalt vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart noch niemals umfassend aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

 

Dies möchte das Stadtmuseum Düren ändern und nicht nur zur Wissensvermehrung rund um das Thema Migration beitragen, sondern auch einen Ort der Begegnung schaffen, der eine Annäherung zwischen den verschiedenen Einwohnerinnen und Einwohnern Dürens ermöglicht. Mit der Ausstellung soll deutlich gemacht werden, dass die Migration nach Düren, die Integration von Neubürgerinnen und Neubürgern und die damit verbundenen Chancen und Sorgen keineswegs als Phänomene des 20. und 21. Jahrhunderts zu verstehen sind. Im Gegenteil: Der Zuzug von Menschen aus verschiedensten Ländern und kulturellen Kontexten hat Düren schon immer geprägt und die Entwicklung unserer Stadt maßgeblich (positiv) beeinflusst.

 "Och, wat wor dat fröher schön" - Das alte Düren im Modell

Für das alte Düren, so wie ich es als Kind kennengelernt habe, schlägt mein Herz“, sagt der Rölsdorfer Josef Winthagen (*1932). „Die junge Generation kann sich von der Pracht unserer historischen Altstadt gar kein Bild mehr machen.“ Sein erstes und zugleich Hauptwerk ist das Stadtmodell nach der Ansicht von Wenzel Hollar im Jahr 1634. Rund 1.500 Stunden Arbeit flossen in die dreidimensionale Rekonstruktion. Seit der Museumsöffnung 2009 bildet dieses Modell das wichtigste Ausstellungsobjekt. Es folgten rund 40 Modelle historischer Dürener Gebäude, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Eine Vielzahl dieser Modelle kann nun bestaunt werden.

Von Brauern und Wirten. Dürener Biergeschichte(n)

Die Dürener Gaststätten und Wirtshäuser beherbergen und bewirten seit Jahrhunderten die Gäste unserer Stadt. Doch sie schaffen nicht nur Reisenden ein (vorübergehendes) Heim und den Bewohnern Dürens gemütliche Treffpunkte, sondern waren und sind ebenso für Vereine aller Art unentbehrliche Lokalitäten. Sie boten einen Ort zum Austausch, und auch zur Zurschaustellung von Kuriositäten. Beispielsweise im Dezember 1845, als in der Gastwirtschaft „Zur Eule“ in der Kämergasse ein Kalb mit zwei Hinterteilen und acht Füßen gegen Gebühr besichtigt werden konnte. In ihnen fanden Konzerte und Theateraufführungen statt. Damals wie heute sind sie Ausdruck ihrer Zeit, Teil der Kultur ihrer Stadt und prägen die einheimische Bevölkerung. Und wenn sie sprechen könnten, würden sie bestimmt die eine oder andere Anekdote erzählen.

Das Stadtmuseum Düren hat sich diesem Thema in der neuen Ausstellung „Von Brauern und Wirten – Dürener Biergeschichte(n)“ angenommen. Denn es gibt noch zahlreiche solcher Geschichten zu erzählen. Geschichten von Gaststätten, Hotels und Brauereien, die man heute noch kennt. Und Geschichten von Lokalen und Wirtshäusern, die im Laufe der Jahre aus der Erinnerung verschwunden sind. Viele von ihnen können in der Ausstellung im Dürener Stadtmuseum nachverfolgt werden.

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Auf einen Blick

Öffnungszeiten

  • Vom 1. Januar bis 31. Dezember

    Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr (freier Eintritt)

    Im August bleibt das Museum geschlossen.

    Jeden Dienstag ab 18:00 Uhr findet ein offener Treff statt für alle, die an der Stadtgeschichte interessiert sind. Hierfür bitte den Seiteneingang Cranachstraße nutzen.

Ort

Düren

Kontakt

Stadtmuseum
Arnoldsweilerstr. 38
52351 Düren
Telefon: (0049) 2421/1215925

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