Wasserturm Merzenich

Merzenich

Der Wasserturm der Gemeinde Merzenich stellte im 20. Jahrhundert die Wasserversorgung innerhalb der Gemeinde sicher.

Bis circa 1910 war es üblich, dass nur wenige Häuser über private Brunnenanlagen verfügten. Ein Großteil der Bevölkerung erhielt das Wasser nur über öffentliche Brunnenanlagen. Erst ab 1910 wurde die Wasserversorgung innerhalb der Gemeinde langsam revolutioniert. Die Gemeinde erwarb die Ruine des Mühlenturms und baute diesen aus. Mit einem Hochbehälter versehen wurde so der Turm zum Wasserturm umgebaut. Zudem wurde auch das Wasserleitungsnetz ausgebaut um mehr und mehr Haushalte an fließendes Wasser anzuschließen. Die Inbetriebname des Wasserturms fand 1912 statt. Zwischen 1976 und 1977 wurde der Turm durch die Gemeinde renoviert. Heute ist der Turm nicht mehr für die Wasserversorgung der Kommune verantwortlich. Stattdessen wird er durch den Geschichts- und Heimatverein Merzenich e.V. für Ausstellungen genutzt.

Im Wasserturm gibt es eine Dauerausstellung, die sich mit der Geschichte des Gebäudes beschäftigt. Derzeit sind dort außerdem zwei Modelleisenbahnanlagen der Spurweite H0 (einmal Märklin-Wechselstrom und einmal Gleichstrom) zu sehen. Diese Eisenbahnen nehmen Bezug auf den Bau der Neffeltalbahn, der ab 1906 begann. Die Bahnlinie war von 1908 bis 1963 die zentrale Verbindung zwischen Merzenich und Düren für den Schienennahverkehr.

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