Leopold-Hoesch Museum: Peter Zimmermann abstractness
23.07. - 06.10.2019

Düren

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Mit Peter Zimmermann, abstractness lädt das Leopold - Hoesch - Museum zu einer umfassenden Werkschau des 1956 in Freiburg im Breisgau geborenen und in Köln lebenden Künstlers ein.

Am Anfang der künstlerischen Entwicklung Peter Zimmermanns stehen Malereien, die Motive von Buchcovern, wie den Diercke - Weltatlas oder einen New York City - Reiseführer, zum Gegenstand der bildnerischen Auseinandersetzung machen. Diese Motive taugten dem jungen Künstler in den 1980er Jahren durchaus ganz konkret zur Weltentdeckung und -erklärung sowie zur Verortung der eigenen künstlerischen Arbeitsweise in einem Feld zwischen Pop Art und Konzeptkunst. Während diese Arbeiten noch klassische Ölmalerei auf Leinwand sind, experimentiert Peter Zimmermann bald mit farbigen Epoxidharzen auf Leinwand. Zu einer Zeit, in der Malerei wieder verstärkt an diskursiver Bedeutung gewinnt, trägt er damit zur Erweiterung eines traditionellen Malereibegriffs bei.

Auf den ersten Blick scheinen unabhängig voneinander erscheinende Werkgruppen aus Ölfarbe auf Hartschaumplatte und Epoxidharz auf Leinwand auch inhaltlich getrennt nebeneinander zu stehen. Tatsächlich aber basieren beide auf einer konsequenten Auseinandersetzung mit Reproduktionstechniken und der Frage, wie digitale Medien – Smartphones, Displays und Apps – unser Verhältnis zu Bildern bestimmen. Die Silhouette des Smartphones und seine so hermetische wie transluzente Oberfläche motivieren beispielsweise die dynamischen Überlagerungen der jüngsten Epoxidharzbilder. Gleichzeitig entstehen Malereien, deren Form- und Farbkonstellationen auf den visuellen Kriterien einer App zur Bildbearbeitung eigener Handyfotos basieren.

Das Leopold - Hoesch - Musem vereint anlässlich von Peter Zimmermann, abstractness frühe Gemälde aus den 1980er Jahren, wie seine Buch Cover Paintings, mit einer repräsentativen Auswahl aus den jüngsten künstlerischen Produktionen. Zentrale Werke aus den dazwischenliegenden Schaffensphasen Peter Zimmermanns ermöglichen die Konzentration auf Fragestellungen, die den Künstler seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn beschäftigen. Unabhängig von der Betrachtung isolierter Werkgruppen wird so erstmals eine Synopse unter Berücksichtigung programmatischer Schlüsselwerke versucht. Hierzu tragen nicht zuletzt kleinformatige Folienarbeiten auf Papier bei, die zwar als Fingerübungen angelegt sind, doch grundlegende Prinzipien der bildnerischen Gestaltung, wie Tiefe und Raum, Figur und Grund, Fläche und Substanz offenlegen, die Peter Zimmermann in seinem Werk durchgängig bearbeitet und erforscht. Er reagiert damit auf eine zunehmend virtuelle Wahrnehmung und dementsprechende Deutung und Verhandlung von Welt und stellt ihr different erfahrbare Realitäten zur Seite – als künstlerischen Anspruch ebenso wie als konkretes Artefakt.


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